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 Respekt vor gradlinigen Grünen   

Respekt für geradlinige Grüne 

In der Gemeinderatssitzung am 24. Februar ist viel zu oft auf dem Begriff der Gleichbehandlung aller Bürger herumgeritten worden. Aber was ist mit der Gleichbehandlung der Bürger, die gegen die Baumfällungen sind?
Und noch ein Gedanke: Wären die Parteien Kühnel/Henrich als Antragsteller auf Baumfällungen aufgetreten und die zwei anderen Familien die Verteidiger für den Erhalt der Bäume gewesen - wie hätte es dann wohl mit dem arg strapazierten Begriff der Gleichbehandlung ausgesehen?
Ich denke viel zu sehr demokratisch, als dass ich einen Mehrheitsbeschluss nicht wahrnehmen würde. Aber wie das alles  quer durch die Parteien im Gemeinderat zustande kam, ist bedenklich. Einzig die Fraktion der Grünen verdient Respekt für ihre Geradlinigkeit.
Nachdem ich die Gemeinderatssitzung am 24. Februar miterlebt und gesehen habe, wie sich einige Ratsmitglieder und einige Herren aus der Verwaltung wie getretene Würmer gewunden haben, kann ich junge Menschen verstehen, die sich in immer größerer Zahl vom politischen Geschehen abwenden.
Elisabeth Henrich,
Mozartstraße 24, Hösbach
Quelle: Main-Echo Leserbriefe, 17.3.2010

 

 

 Grüne setzen weiterhin auf Scheel und Fell Minimize  

Grüne setzen weiterhin auf Scheel und Fell

Würzburg Die unterfränkischen Grünen schenken ihren Bundestagsabgeordneten Christine Scheel (Hösbach-Rottenberg) und Hans-Josef (Hammelburg) weiterhin das Vertrauen.
Einstimmig wurde das Duo zur Aufstellung auf aussichtsreiche Listenplätze für die Bundestagswahl empfohlen. "Diese Propheten gelten auch etwas im eigenen Land", sagte Grünen-Bezirksvorsitzender Martin Heilig. Ziel für die Europa- und Bundestagswahlen im kommenden Jahr sei es, "erneut herausragende Ergebnisse zu erreichen". rr
Erscheinungsdatum: 03.12.2008

Copyright: © 1996-2008 Verlag und Druckerei Main-Echo GmbH & Co. KG

 Mozartstrasse bleibt Lindenallee? Minimize  

Die Hälfte der Linden muss fallen

Gemeinderat Kompromiss wegen Blattlausplage

Hösbach Konsensfähig: So haben sich die Hösbacher Grünen in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch gezeigt und dem Vorschlag von Bürgermeister Robert Hain (CSU) zugestimmt, die Hälfte der Linden in der Mozartstraße fällen zu lassen.

Im Januar hatte der Bauausschuss bei nur einer Gegenstimme beschlossen, dem Wunsch der Anlieger nachzukommen und die zu beträchtlicher Größe herangewachsenen Linden mit Beginn des Winters abzuholzen und durch kleinere Bäume zu ersetzen. Heuer sollten die ersten, im kommenden Jahr die übrigen Bäume fallen. Aus Sicht der Grünen ein Frevel: Das von den Anwohnern beklagte Herabtropfen von Lindenhonig auf parkende Autos dürfe kein Grund sein, einer prächtigen Allee den Garaus zu machen.

Parken auf Gehweg verboten Das Parken auf dem Gehweg zwischen den Bäumen verbiete sich wegen der Beeinträchtigung von Fußgängern und Müttern mit Kinderwagen von selbst, auf der gegenüberliegenden Seite seien genug Parkflächen vorhanden und Anlieger ohnehin verpflichtet, ausreichend Stellplätze nachzuweisen, so die Argumentation der Grünen.

Manfred Herold fragte ergänzend für seine Fraktion zum geforderten Vollzugsstopp: Wie soll damit umgegangen werden, wenn es in Mode käme, zu groß gewordene und laubträchtige Bäume zugunsten kleinerer fällen zu lassen? Das sei fernab jedes ökologischen Verständnisses.

Luzia Pfister-Weber (CSU) erläuterte den damaligen Beschluss: "Im Sommer zuvor konnten die Anwohner kaum noch die Fenster öffnen - überall waren Blattläuse, die sich auf den Linden enorm vermehrt hatten." Armin Hornung (SPD) ergänzte, dass wegen des Freischnitts für Lastwagen etliche der Bäume verstümmelt seien.

Bürgermeister Hain stimmte den Grünen zu, dass ein Zuviel an Herbstlaub kein Fällkriterium sei. Wenn allerdings Honig zu einem zähen Brei auf dem Trottoir würde und Blattläuse in die benachbarten Gärten und Wohnstuben einfielen, müsse man den Fehler eingestehen, die falsche Baumart gewählt zu haben.

Schicksalsprüfung im Sommer Herold und Fraktionskollege Patrick Steigerwald waren angesichts der neuen Kenntnisse kompromissbereit und stimmten dem ersten Teil der Fällaktion zu. Im Sommer, so der Tenor aller Parteien, wolle man vor Ort prüfen, ob nicht einige Linden stehen bleiben könnten. Henning Lauterbach

Erscheinungsdatum: 05.12.2008

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